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Archiv der Kategorie: DKP Nürnberg

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10.06.2026 – Demo gegen Gesundheitsministerkonferenz

DKP-Nürnberg Veröffentlicht am Juni 24, 2026 von Redakteur1Juni 24, 2026

Am 10.6. fand in Nürnberg die Demo gegen die Gesundheitsministerkonferenz statt. Im Folgenden dokumentieren wir 3 der dort gehaltenen Reden:


Max für das Aktive Netzwerk Erziehung:

Kolleginnen und Kollegen,

ich bin Max, Erzieher, Betriebsrat, und ich arbeite mit meinen Kolleginnen in der stationären Jugendhilfe. Das heißt: Wir arbeiten in den Wohngruppen, in denen sie leben, und begleiten sie in die Volljährigkeit.
Genau wie bei euch im Gesundheitswesen soll auch unsere Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst durch wahnwitzige Ideen von der Regierungsbank, die nur die Leitlinien Sparzwang und Aufrüstung kennt, massiv verändert und erschwert werden. Und deswegen ist es dringend nötig, dass über den eigenen Tellerrand geschaut wird und wir uns miteinander solidarisieren.
Eure und unsere Arbeit schafft einen unbezahlbaren gesellschaftlichen Wert. Wie wichtig es ist, dass es Menschen gibt, die sich um einen kümmern, wenn man es selbst nicht kann, kennen wir aus unserem Alltag. Ob man krank oder verletzt ist, zu alt, zu jung, behindert oder in einer tiefen Krise, die einen lähmt – jeder Mensch braucht im Lauf des Lebens Hilfe.
Wir leisten diese Hilfe. Das haben wir uns zur Aufgabe gemacht, und wir können verdammt stolz sein!
Dass sich ein Milliardärsmerz samt seiner Regierungskolonne vorgenommen hat, die Bedingungen, unter denen wir arbeiten, auch noch zu erschweren, dürfen wir uns nicht gefallen lassen!
Wir sollen in Zukunft längere Schichten auf den Stationen, in den Wohngruppen und den Kitas schieben, mit weniger – und sogar weniger qualifiziertem Personal – mehr Patienten und Klienten versorgen. Man kürzt uns sogar noch den eh schon frechen Lohn! Und haben am Ende selber eine schlechtere Versorgung zu erwarten, wenn uns die aufgezwungene Arbeitsbelastung dann kaputtgemacht hat!
Und das ist auch nur die halbe Wahrheit, denn Ihr sollt zukünftig die Kinder und Jugendlichen – denen wir einen guten Einstieg ins Leben bereiten wollten – zusammenflicken, wenn sie verstümmelt und verstört von einer Front zurückkehren, an der nur die Reichen die Gewinner sind! Wir sehen, dass unsere Klienten schon jetzt nur als Arbeitskraftanbieter und Kanonenfutter gesehen werden.
Nicht nur bei euch wird über die Schmerzgrenze hinaus gespart! Die asozialen Kürzungsfantasien der Politik greifen auch unseren kompletten Bereich an. Das beweist das vor einem Monat vom Paritätischen Wohlfahrtsverband enthüllte geheime Arbeitspapier der Regierung: Alleinerziehende sollen keinen Unterhaltsvorschuss mehr bekommen, das Elterngeld soll gekürzt werden, weniger Erzieherinnen sollen in den Kitas mehr Kinder betreuen, jugendliche Geflüchtete sollen schon mit sechzehn Jahren in Sammelunterkünfte gepfercht werden – ohne menschenwürdigen erzieherischen Beistand. Menschen mit Behinderungen sollen ihr Wahlrecht über Hilfeleistungen eingeschränkt bekommen, die Möglichkeiten der Familienhilfe und der Erziehungsbeistände sollen gekürzt werden!
Ihr wisst – eure Patientinnen werden darunter leiden. Wir wissen – unsere Kinder und Klienten werden darunter leiden. Wir alle wissen: Das ist ein Angriff von oben, den wir uns nicht gefallen lassen dürfen!
Wenn wir alle angegriffen werden, dann ist das auch der Moment, in dem wir Seite an Seite für ein Leben in Sicherheit, Wohlstand und Frieden stehen sollten!
Verteidigen wir unsere Rechte und die unserer Klienten und Patienten! Schützen wir uns gegenseitig! Wenn Blackrockmerz den Klassenkampf sucht, dann haben wir nicht die Wahl, uns wegzuducken und abzuwarten – dann werden wir mit dem Stolz auf unsere wichtige Arbeit und mit dem Gebot unseren Schützlingen diesen Kampf an eurer Seite aufnehmen! Viel Erfolg, unsere Solidarität mit euch, liebe Kolleginnen und Kollegen!


Lea für die SDAJ

Dass die Pflege im Krankenhaus schwere Arbeit ist, die durch schlimme Arbeitsbedingungen erschwert wird, ist ja allseits bekannt. Ich arbeite als Pflegekraft in der Langzeitpflege, also im Altenheim, und je länger man in diesem Bereich arbeitet, desto mehr merkt man, dass die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen, wenn es um alte oder sehr kranke Menschen geht – also die für die Wirtschaft nicht Verwendbaren – in vielen Bereichen noch viel katastrophaler sind.

Schon vor dieser neuen Offensive der Merz-Regierung und der Firmen, die hinter ihr stehen, hat man schon viele Einsparungen in den Einrichtungen gemerkt, um nicht „zu unprofitabel“ zu sein: Weniger Inkontinenzversorgungsmaterial bzw. Rationierung, wenn überhaupt nur sehr langsame Besetzung von offenen Stellen, immer weniger Personal auf immer mehr Pflegeempfängerinnen, Überstunden ohne Ende oder der Fakt, dass oftmals Azubis wie ich als billige Fachkräfte benutzt werden, wenn uns die Verantwortung für einen Bereich – also über 10 Menschenleben – gegeben wird, sind leider schon lange die Norm.

Was haben diese Arbeitsbedingungen für Folgen?
Für uns: Burnout, Berufswechsel/Ausbildungsabbruch, Überstunden-Konten jenseits von gut und böse für ausgelernte Fachkräfte, Druck, auch krank auf Arbeit zu erscheinen, Freizeit wird zum Fremdwort, Suchterkrankungen, um mit dem Druck klarzukommen, oder ein kaputter Körper – um nur ein paar Sachen zu nennen.
Für die Bewohner:innen bedeuten diese Zustände schlechtere medizinische und pflegerische Versorgung, und es ist nicht auszuschließen, dass durch Überarbeitung und Zeitmangel viele Bewohner frühzeitig versterben.

Jetzt soll das alles noch mehr gekürzt werden? Jetzt soll nur noch bezahlt werden, was bezahlbar ist? Jetzt werden die ambulanten Psychotherapieangebote für von diesem Gesundheitssystem ausgebrannte Kolleg:innen gekürzt werden? Die Bezahlung für uns, deren Job es ist, den Menschen einen menschenwürdigen Lebensabend zu geben, soll weiter eingeschränkt werden? Wir sollen länger arbeiten und das wahrscheinlich mit noch weniger Personal, wenn das Pflegeheim sparen muss?
Wenn man versucht, sich das vorzustellen, bekomme ich durchaus Angst um meine eigene Gesundheit und die der Bewohner. Gleichzeitig lösen diese Reformen gerechtfertigterweise Hass und Wut aus. Man darf aber bei all der gerechtfertigten Wut nicht den Grund für diese „Reformen“ aus den Augen verlieren oder sie als etwas Isoliertes betrachten.
Das Ganze ist Teil der Strategie der Herrschenden und nicht ein Produkt persönlicher Marotten oder Inkompetenz.
Laut ihren Aussagen muss anscheinend beim Sozialstaat eingespart werden, aber wohin geht denn das ersparte Geld, oder welche anderen Ausgaben soll das ausgleichen? Naja, man muss nur lang genug zuhören, um zu begreifen, wozu wir ja angeblich jeden Cent brauchen: Wir wollen wieder einmal die führende Militärmacht Europas sein. Dass mit dem „Wir“ nicht wirklich wir alle – also die Arbeitenden – gemeint sind, ist auch nicht schwer zu erkennen.

Unsere Interessen nach einem starken Sozialstaat, einer Solidaritätsgemeinschaft, hochwertiger Bildung oder einem Leben in Frieden sind mit diesen Ambitionen unvereinbar und müssen daher den Aktienkursen von Waffenfirmen und anderen Kriegsprofiteuren untergeordnet werden.

Doch was tun gegen dieses menschenverachtende System, das nur im Interesse von Profit und Firmen handelt? Nun, wir stehen alle gerade hier und machen unsere Stimmen laut, aber das wird leider alleine nicht ausreichen.

Es wird ein langer Kampf an so vielen Orten: wie heute hier auf den Straßen, in unserem sozialen Umfeld, an unserem Arbeitsplatz. Wir alle sind betroffen von diesen Kürzungen, daher müssen wir zum einen gemeinsam unsere Stimmen laut machen und gleichzeitig die Menschen um uns herum durch Gespräche überzeugen, mit uns aktiv für UNSER ALLER Rechte zu kämpfen. Dieser Kampf kann gewonnen werden, aber nur, wenn sich so viele Menschen wie möglich an diesem Kampf und dem Kampf gegen das ursprüngliche Übel Militarisierung und Kapitalismus beteiligen.

Die Schüler:innen machen es vor: In drei Schulstreiks mit Zehntausenden Menschen auf der Straße setzen sie ein Zeichen gegen die kommende Wehrpflicht und die momentan stattfindende Aufrüstung. Lasst uns sie dabei unterstützen und uns bei Unkürzbar Mittelfranken aktiv beteiligen, um mehr zu werden.
Lass uns zudem mit dem Nein-zur-Wehrpflicht-Bündnis am 20.6. am Veteranentag um 14.00 Uhr an der Lorenzkirche auf die Straße gehen, um zu zeigen, dass diese Kriegspropaganda und Romantisierung von Krieg und Tod hier in der Stadt der Menschenrechte keinen Platz hat.
Alleine sind wir schwach, zusammen sind wir stark. Zusammen können wir unsere eigenen Interessen erkämpfen und uns nicht vor den Interessen der Konzerne geschlagen geben.


Leslie für die Fachschaft Sozialwissenschaften

Hi, ich halte die Rede für die Fachschaft Sozialwissenschaften der Ohm. Ich bin übrigens auch selbst Careleaver:in, habe also in einem betreuten Wohnen der Jugendhilfe gelebt. Wir sehen und hören heute von Kürzungen überall, unmenschliche Scheiße in allen möglichen Bereichen. Diese Entwicklungen reihen sich ein in den sozialen Kahlschlag, sei es durch Krankenkassen“reformen“, der Grund(verun)sicherung, die Kürzungen in der Psychotherapie. All diese Entwicklungen zeigen: Wenn du nicht Profite scheffeln kannst, bist du für den Staat nichts wert. Und diese Politik von oben macht sich auch im gesellschaftlichen Klima bemerkbar. „Wisst ihr eigentlich, wie viel das kostet, diese Inklusion? Ihr solltet mal froh sein…“ Dass was? Dass wir als Behinderte Teil dieser Gesellschaft sein dürfen? Dass ein Boris Palmer sagen darf: „Nö, ich finde eine Rampe unnötig, weil die kostet ja 1,2k Euronen und es gehen 40 Sitzplätze weg?“ Wo kommen wir da bitte hin?

Bei einer Kürzung war auch mein persönlicher Schock besonders groß, da ich selbst – dank ihr – überhaupt hier stehen kann. Die Hilfen für junge Volljährige der Jugendhilfe, die mir damals zum Auszug aus einem gewalttätigen Familienverhältnis rein ins betreute Wohnen halfen, sollen gestrichen werden. Komplett. Mit 18 steht man dann alleine da.
Hätte man mir gesagt mit 18: „Tja, das war’s.“ Welche Optionen hätte ich gehabt? Ein Jobcenter, das mir sagt: „Naja, du bist unter 25, die Eltern sorgen sich ja sicherlich.“ Obdachlosenunterkunft? Als queere behinderte Person auf dem Land? Oder wohin hätte ich gekonnt? Ich weiß es nicht. Und es macht mich wütend und macht mir Angst. Viele von uns hier sind von zuhause schon mal ausgezogen, wir wissen alle, was das bedeutet, wie es ist, eine eigene Wohnung, ein eigenes Leben zu führen, wie anstrengend dieser Übergang ist.
Und für Careleaver:innen, die zwar schon in der Jugendhilfe sind, aber dann mit 18 fallengelassen werden müssen und nicht den Support von der Familie haben – wie sieht das dann aus, hm?

Und was macht das mit uns als Studierenden der Sozialen Arbeit? Wir setzen uns tagtäglich auseinander mit den Leben und Belastungen unserer zukünftigen Klient:innen. Wir machen Praktika, in denen wir oft merken: Wir sind jetzt schon unterbezahlt – wenn überhaupt –, die verschiedensten Stellen unterbesetzt, die Kolleg:innen überarbeitet, es brennt überall. Und auch wenn der Spruch „Ich studiere Soziale Arbeit, weil ich Menschen helfen will“ diskutiert wird – wie soll man überhaupt noch eine Motivation finden, die Kraft finden, dieses Studium durchzuführen und den Beruf zu ergreifen, wenn überall gekürzt, gekürzt, gekürzt wird? Was sollen wir unseren Klient:innen irgendwann sagen?
Der Sozialstaat, von dem uns in Medien tagtäglich erzählt wird, er wird ausgeweidet anstatt ausgeweitet, und das obwohl (oder auch weil?) immer mehr Förderbedarfe da sind, obwohl immer mehr Menschen in Armut leben, obwohl die Zahlen für häusliche Gewalt immer weiter steigen.
Man behauptet, der Sozialstaat sei zu groß, zu komplex, man muss jetzt auch mal den Gürtel enger schnallen. Aber für Aufrüsten und unnötigen Wehrdienstmist, Bundeswehr-Werbung ist Geld da? Für noch höhere Diäten im Bundestag ist Geld da? Die Abermilliarden der Reichen dürfen ja nicht angetastet werden? (Wir alle, die hier stehen, waren entweder in Notlagen oder können es sehr bald auch sein. Auch ihr, die ihr vorbeigeht hier, ihr seid näher dran, ganz unten zu sein, als jemals bei Dieter Schwarz – der Chef vom Lidl – oder so in der Einkommensklasse zu landen.)

Diese Kürzungen und Prioritätensetzung zeigt aber auch eines sehr klar: Dieses System, der Kapitalismus, ist nicht in unserem Dienste. Dieses System ist nicht krank oder kaputt, nein, es funktioniert leider genau wie es sollte – und wir haben nun mal leider nicht mitzumischen, sondern sollen das schlucken und abnicken und am besten noch nach unten treten anstatt nach oben. Und Klient:innen sagen wir dann: Tja, upsi, deine Schuld, sei halt nicht arm oder behindert oder alleinerziehend aus einer Familie mit Gewalt. Und das macht wütend. Aber Wut alleine verändert nichts – deswegen: Geht auf die Straße, schließt euch Protestaktionen an, findet euch zusammen, egal ob Sozpäd, Studi, Beschäftigte im Krankenhaus, in Kindergärten, Schulen – nein, alle, kämpft gemeinsam diesen Dreck. Ganz ehrlich? Merz, leck Sozialgesetzbücher. Und dann leck Eier.

Veröffentlicht unter DKP Nürnberg

Wir sagen JA am 28.06

DKP-Nürnberg Veröffentlicht am Juni 2, 2026 von DJuni 2, 2026

Rund eine Milliarde Euro soll der Ausbau des Frankenschnellwegs kosten. Die potentielle Summe ist mittlerweile auf ein Niveau angewachsen, das die ursprünglichen Planungen weit hinter sich lässt.
Während in Nürnberg bezahlbarer Wohnraum fehlt, Schulen saniert werden müssen und der öffentliche Nahverkehr vielerorts ausgebaut werden müsste, soll weiterhin an einem der teuersten Verkehrsprojekte der Stadt festgehalten werden.

Am 28. Juni können die Nürnbergerinnen und Nürnberger darüber abstimmen, ob dieser Irrsinn weiter gehen soll. Wir als Mitglied der Linken Liste Nürnberg unterstützen deshalb den Bürgerentscheid „Lieber zurück auf Los statt Ausbau Frankenschnellweg“.

Man verspricht uns weniger Staus und einen besseren Verkehrsfluss. Die Erfahrungen aus zahlreichen Städten sprechen jedoch eine andere Sprache: Neue Straßenkapazitäten führen in der Regel nicht zu weniger, sondern zu mehr Verkehr. Der Frankenschnellweg bleibt auch nach dem Ausbau einen Nadelöhr für den Autoverkehr mitten durch die Stadt. Statt bestehende Probleme zu lösen, werden die Strukturen des motorisierten Individualverkehrs für Jahrzehnte zementiert. Gleichzeitig werden enorme öffentliche Mittel gebunden. Denn die Baukosten sind nur ein Teil der Rechnung. Hinzu kommen jahrzehntelange Ausgaben für Betrieb, Wartung und spätere Sanierungen. Geld, das an anderer Stelle fehlen wird.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wessen Interessen werden hier eigentlich bedient?

Die arbeitenden Menschen in Nürnberg profitieren nicht von einem milliardenschweren Ausbauprojekt für den Autoverkehr. Sie profitieren von bezahlbaren Wohnungen, gut ausgestatteten Schulen und Kitas, einer funktionierenden Gesundheitsversorgung und einem öffentlichen Nahverkehr, der zuverlässig, bezahlbar und flächendeckend ist. Genau dort wird das Geld benötigt.

Der Ausbau des Frankenschnellwegs steht dagegen für eine Verkehrspolitik, die nicht in unserem Interesse ist, sondern im Interesse von Baukonzernen und der Automobilindustrie.

Eine Milliarde Euro könnte tausende Sozialwohnungen finanzieren, Schulen sanieren, Kitas ausbauen und den öffentlichen Nahverkehr ausbauen. Stattdessen soll sie in ein Prestigeprojekt fließen, ohne Nutzen für uns und Nürnberg.

Der Bürgerentscheid bietet die Möglichkeit, diese Entwicklung zu stoppen und er eröffnet die Chance, die Frage neu zu stellen, wie öffentliche Gelder eingesetzt werden sollen: Für die Profite weniger oder für die Bedürfnisse der Mehrheit?

Deshalb rufen wir dazu auf, am 28. Juni mit JA für den Stopp der aktuellen Ausbaupläne zu stimmen.

Veröffentlicht unter DKP Nürnberg | Verschlagwortet mit Frankenschnellweg,Nürnberg

Verschiedene Träger und Unterstützer haben für 30.5.2026 im Stadtpark in Grafenwöhr eine Kundgebung gegen geplante Raketenstationierungen angemeldet.
Regional sind wir davon wahrscheinlich wegen des Truppenübungsplatzes am Standort Grafenwöhr betroffen.
Deshalb haben wir uns das Motto „Keine Raketen nach Grafenwöhr“ gewählt.
Die Raketen sind jedoch auf Fahrzeugen montiert, sodass sie den Ort schnell wechseln können. Es geht uns letztlich um alle Raketen in Deutschland, die wir nicht haben wollen,  egal wer sie aufstellt und wo.

Die Kundgebung ist ab 13 Uhr..

Aus Nürnberg organisieren wir einen gemeinsamen Bus.

Wann: 30. Mai 2026, 11 Uhr (Rückfahrt ab 15 Uhr)
Wo: Parkplatz Schlachthofstr. 11 (U-Bahn / S-Bahnhof Rothenburger Str.)

Anfragen nach dem Busticket (Spendenpreis 20 Euro) sendet ihr an: info@dkp-nuernberg.de

link

HERAUS ZUM 1.MAI!

DKP-Nürnberg Veröffentlicht am April 27, 2026 von Redakteur1April 30, 2026

Streikfähig statt kriegstüchtig!

Wir beteiligen uns an den 1.Mai Demonstrationen unter dem Slogan Streikfähig statt kriegstüchtig!

In Nürnberg ist die DKP außerdem mit jeweils einem Infostand auf dem Kornmarkt und – in Zusammenarbeit mit der SDAJ – beim Straßenfest in Gostenhof vertreten.


Hände weg von unseren Feiertagen – Schluss mit dem Generalangriff auf unsere Rechte!

Wer hat Angst vorm 1. Mai?

1701 Titel - Wer hat Angst vorm 1. Mai? - §dpa, 1. Mai 2026, DGB - Wirtschaft & Soziales

[..] Ganz anders liest sich der DGB-Aufruf zum 1. Mai, der die Frage der Hochrüstung komplett umgeht. Sozialabbau und die Angriffe auf gewerkschaftliche Errungenschaften werden darin nicht in den Kontext der Haushaltspolitik gestellt, die nur den Konzernen und Kriegsprofiteuren dient.

Am 1. Mai geht es darum, diesen Zusammenhang herzustellen und richtige Losungen zu formulieren. Passend wäre das Motto des 1. Mai von 1997: „Es geht ums Ganze“. Es geht um unseren 1. Mai, um unsere Gewerkschaften, um unsere Zukunft! Deshalb: Milliarden für uns, nicht für Krieg!

Jan von Hagen – Wirtschaft & Soziales -> UZ vom 24. April 2026

Aufruf der DKP
(Auszug)

gesamter Aufruf der DKP zum 1.Mai

Jeden Tag wird wieder über Betriebsschließungen, über den Abbau von Arbeitsplätzen berichtet. Dahinter steht nicht, dass zu wenig Arbeit da wäre. Im Gegenteil, die Arbeitslast, die Krankentage, die Arbeitsunfälle nehmen zu. Dahinter steht, dass für die Aktionäre zu wenig Profit herauskommt.

Sie bestellen bei der Politik mehr Druck, und die liefert: Angriffe auf das Arbeitszeitgesetz, auf die Rente, die Abschaffung des ersten bezahlten Krankheitstages, der Pflegestufe 1. All das soll uns Druck machen. Bei all dem stellen wir zusammen mit der Friedensbewegung die Frage: „Wo bleiben die Milliarden?“ Sie werden exportiert und in Rüstung gesteckt. Beides für mehr Profit der Konzerne.

Gegen den Druck hilft nur eins: Widerstand. Beginnend in den Betrieben, die politischen Fragen auf die Straße tragend. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen wird klar, dass nicht die „Partnerschaft“ zwischen den Kapitalisten und den Arbeitern, sondern der solidarische Kampf der Arbeiter eine Antwort liefert. Und dass nicht die Kungelei mit Kapital und Kabinett die Angriffe aufhält, sondern die Aufklärung, Organisation und Mobilisierung der Arbeiter. Dafür stehen wir am 1. Mai: Bruch mit der Sozialpartnerschaft, auf zur Verteidigung unserer sozialen und demokratischen Rechte gegen Kapital und Kabinett!

[..]

Streikfähig statt kriegstüchtig! Das heißt:

  • Kampf gegen die Rüstungsmilliarden, gegen Mittelstreckenraketen, gegen Wehrpflicht, die Kriege des deutschen Kapitals sind nicht unsere Kriege!
  • Kampf für bessere Löhne, für soziale Absicherung, gegen die Arbeitshetze, für starke Gewerkschaften und Betriebs- & Personalräte

Krieg gegen uns

Ein Kommentar von Ulrike Eiffler


Veröffentlicht unter DKP Nürnberg

Ostermarsch 2026 in Nürnberg

DKP-Nürnberg Veröffentlicht am April 22, 2026 von Redakteur1April 23, 2026

Ostermarsch, Demozug vom Kopernikusplatz

Fotos vom Demonstrationszug, der am Kopernikusplatz startete.

Zur Schlusskundgebung kamen über 1.000 Teilnehmer der verschiedenen Demonstrationszüge zum Kornmarkt

Redebeitrag der DKP

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, Liebe Genossinnen und Genossen,

die Lage auf der Welt spitzt sich zu. Nach der Entführung von Nicolas Maduro Anfang des Jahres hat keine zwei Monate später Israel mit Unterstützung der USA den Iran angegriffen. Und während Anfang 2022 unser politisches Führungspersonal im Einklang mit sämtlichen Medien unermüdlich vom „völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg“ und vom „Krieg gegen die Ukraine“ gesprochen hat und das Selbstverteidigungsrecht der Ukraine betont hat, heißt es nun einfach nur Iran-Krieg. Es wird nicht der Angriff als solcher verurteilt, sondern die Antwort des Irans. Es ist nicht völkerrechtswidrig, sondern „ein Dilemma“. Und während der NATO Partner Spanien es schafft den USA zu verbieten, die Militärbasen auf spanischem Boden für den Krieg gegen den Iran zu verwenden oder auch nur mit Kriegsflugzeugen über den spanischen Luftraum zu fliegen, will man in Deutschland neue US-Raketen stationieren, die uns zu einem legitimen Angriffsziel all jener machen, gegen die diese Raketen gerichtet werden sollen. Es ist noch nicht ganz klar wo diese Raketen stationiert werden sollen, aber es wird vermutlich auf Wiesbaden oder Grafenwöhr, was eine Stunde von hier entfernt liegt, hinauslaufen.
All das in Zeiten unbegrenzter Kriegskredite, mit denen die größte Aufrüstung der Nachkriegszeit finanziert werden soll. In Zeiten in denen die ganze Gesellschaft bis 2029 kriegstüchtig gemacht werden soll. In Zeiten in denen die Wehrpflicht wiedereingeführt werden soll, damit die junge Generation „der Gesellschaft etwas zurückgeben“ soll, während alle sozialen Errungenschaften seit 1945 in beispiellosem Tempo abgebaut werden. In Zeiten in denen neue Kriege so schnell aufeinander folgen, dass man kaum noch dazu kommt, zu verstehen was eigentlich passiert, bevor der nächste Krieg ausbricht.
Doch wozu das Ganze? Die Antwort darauf ist relativ offensichtlich: In Berlin, Washington, London und Paris hat man erkannt, dass man sich auf dem absteigenden Ast befindet. Die westlich dominierte Weltordnung gerät zunehmend ins Wanken. Zeuge davon sind die Befreiung von Mali, Niger und Burkina Faso im Jahr 2023 von der Knute des Westens oder die Genozid Klage Südafrikas am IGH, beides Dinge, die vor einigen Jahren noch unvorstellbar gewesen wären. Haupttreiber dieser Entwicklung ist die Volksrepublik China, deren Verbündete – wie zuletzt der Iran oder vorher Venezuela – jetzt ausgeknipst werden sollen. Das hat den Vorteil, dass man China zum einen vom Erdöl abschneidet, während es sich zum Anderen direkt selbst unter den Nagel reißt.
Der ein oder andere mag jetzt sagen, dass es scheiße sei, dass sich die Bundesrepublik so vor den Karren der USA spannen lasse, aber so einfach ist es nicht. Auch die Herrschenden in Deutschland befinden sich auf dem absteigenden Ast und sind sehr bemüht das irgendwie umzudrehen oder zumindest zu verlangsamen. Und wenn in Deutschland die Wehrpflicht wiedereingeführt wird, gleichzeitig über unbegrenzte Kriegskredite die größte Aufrüstung seit dem 2. Weltkrieg finanziert wird und die Bundeswehr ihre erste Militärbasis in Litauen hochzieht, dann ist das keine Hörigkeit gegenüber den USA, dann ist das deutschnationale Machtpolitik.
Zu gewinnen haben wir dabei nichts. Deswegen sind wir nicht nur heute auf der Straße, sondern auch am 30. Mai in Grafenwöhr, am 1. September zum Antikriegstag und am 3.Oktober zum zentralen Aktionstag der Friedensbewegung.

Es bleibt dabei:
Deutschland raus aus der NATO!
NATO raus aus Deutschland!
Frieden mit Russland und China!

Veröffentlicht unter antimilitaristisch,DKP Nürnberg

DEMO „enforce tac schließen“ 21.02.26

DKP-Nürnberg Veröffentlicht am Februar 4, 2026 von E429zFebruar 4, 2026


Demonstration am 21.02.2026 14 Uhr ab Nürnberg – Plärrer Gostenhofer Hauptstr.

Veröffentlicht unter DKP Nürnberg

Rosa-Luxemburg-Konferenz – Streaming

DKP-Nürnberg Veröffentlicht am Januar 7, 2026 von E429zJanuar 8, 2026

»Kopfüber in den Krieg – Gegen Rüstungswahn und mediale Mobilmachung« –
so lautet der Titel der 31. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz, die am 10. Januar 2026 in Berlin stattfindet.

In Kooperation mit der jungewelt- Leser-Initiative und SDAJ zeigen wir auch dieses Jahr den
Live-Stream von der Rosa Luxemburg Konferenz, für Alle, die nicht nach Berlin fahren konnten:

Das Programm findet ihr hier: jungewelt.de/rlk

Veröffentlicht unter DKP Nürnberg

30.Linke Literaturmesse

DKP-Nürnberg Veröffentlicht am Oktober 31, 2025 von E429zOktober 31, 2025

„Bildung ist eine Waffe, aber sie muss mit Bewusstsein geladen werden.“

Freitag, den 04.11. bis Sonntag, den 06.11.21

 

Ort: Künstlerhaus, Königstr. 93, Nürnberg

Buchvorstellungen – Lesungen – Verkaufsmesse
Der Eintritt ist frei.

 

Unser Veranstaltungstipps: 
 
Ulrike Eifler  
Rüstung ist keine Lösung  
100.000 Arbeitsplätze sind 2024 in der Industrie vernichtet worden. Unter dem Druck von Krise und Deindustrialisierung wird der Übergang zur Kriegswirtschaft als Lösung präsentiert. Der Jobwechsel in ein Rüstungsunternehmen ist nicht nur aus friedenspolitischer Sicht keine Alternative.. Er stellt weder für den größten Teil der Industriearbeiter eine reale Perspektive dar, noch ist er nachhaltig. Der Gegenentwurf der Gewerkschaften müsste die Losung „Produziert Frieden!“ sein. 
Samstag, 1.11., 12 Uhr | Glasbau (2. Stock) 
 
Hendrik Pachinger  
Santiago de Cuba – Krise, Gesundheit und Revolution  
Auf dem Weg von West nach Ost hat eine Delegation einiges erlebt und Einblick in den Alltag auf Kuba bekommen. Zwischen Mangel und revolutionärer Hoffnung wird der Blockade getrotzt. Wie wird der Aufbau vorangebracht? Wie ist die Situation vor Ort? Diesen Fragen werden die Reise-Teilnehmer nachgehen.  
Samstag, 1.11., 18 Uhr | Kulturkellerei (1. UG) 
 
Jenny Farrell  
Kunst und Befreiung  
Jenny Farrell, Mitherausgeberin der Marxistischen Blätter zeigt an ausgewählten Werken der Literatur, der Musik und der Malerei, wie aufgeklärte Künstler seit der Renaissance – also dem Beginn unserer kapitalistischen Ära – im Konkreten ihrer Kunst sich der großen Aufgabe stellen, auf der Seite des Volkes der Barbarei zu widerstehen. Sie belegt, dass die Künste eine eigene Rolle beim Begreifen und Verändern der Welt spielen.  
Sonntag, 2.11., 11 Uhr | Glasbau (2. Stock) 
 
Hier findet ihr das komplette Programm: 
www.linke-literaturmesse.org  

Veranstalter:  Metroproletan, Archiv & Bibliothek und Gostenhofer Literatur- und Kulturverein

Veröffentlicht unter DKP Nürnberg

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